Seine
Hände befühlen die bunten T-Shirts und ein Lächeln streift sein
Gesicht: „Die Bio-Baumwolle für diese T-Shirts ist auf unseren Feldern
gewachsen. Es macht mich stolz, sie heute hier in Berner Läden zu
sehen“, sagt Sidy El'Moctar N’Guiro von Mobiom, der malischen
Vereinigung von Bioproduzenten
. Er freut sich
darauf, nach seiner Rückkehr den Biobauern zu erzählen, was aus ihren
Rohstoffen geworden ist. Die von N’Guiro geleitete Mobiom wird seit
vielen Jahren von der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas
unterstützt. Sie berät Kleinbauern beim Anbau und vermarktet ihre
Biobaumwolle. Bio-Pionier N’Guiro ist stolz darauf, dass Schweizer
Kleider aus malischer Bio-Baumwolle tragen.
N’Guiro
ist einer von rund 50 Konferenzteilnehmenden aus aller Welt, die beim
„Storecheck“ dabei waren. Politische Unterstützung gab es vom Grünen Nationalrat Bastien Girod
, der den Anlass begleitete. Girod setzt sich als Mitglied des
Helvetas Zentralvorstandes für die Anliegen der
Entwicklungszusammenarbeit ein. „Ich finde es wichtig, dass wir auch
beim Kleidershoppen auf Bio und Fair Trade achten. Toll heute zu sehen
und hören, wie das Engagement von Helvetas und ihren Partnern die
Lebensbedingungen der malischen Kleinbauern verbessern.“
Tobias
Meier, Leiter Fairer Handel bei Helvetas, hat die internationale Gruppe
heute Vormittag mit Hilfe des Bio-Fashion Shop Finders
durch die Berner Strassen geführt.
Mit dem Online-Kartentool auf
www.bio-fair.ch
findet man Standorte von Bio- und Fair-Trade-Läden in der ganzen
Schweiz. Besucht haben die „Storechecker“ den Streetwear-Shop Nordring
sowie Filialen der Bio- und Fair-Trade-Pioniere Coop und Claro. „Wir
hoffen, dass immer mehr Modeanbieter den Vorreitern folgen und Kleider
aus fair gehandelter Bio-Baumwolle ins Sortiment aufnehmen. Damit
sichern sie Kleinbauernfamilien in Entwicklungsländern ein
ausreichendes Einkommen und tun etwas für die Umwelt“.
Im Rahmen des
UNO-Jahres der Naturfasern
organisierte
Helvetas vom 22.-25. September
den
Weltkongress für Biobaumwolle „From Fashion to Sustainability
“. Rund 400 Teilnehmende aus rund 50 Ländern haben am Kongress
teilgenommen. Der Kongress bot eine einzigartige Plattform für
Produzenten und Textilfirmen sowie Forschern und Politikerinnen, um
über Innovationen und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, sowie
neue Partnerschaften zu etablieren. Der Kongress wurde heute mit der
„Storecheck“-Exkursion in Bern abgeschlossen.
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