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Medienmitteilung vom 14. August 2010

Trotz Hochwasser: Rheinfahrt mit PET-Floss

Ein Floss aus 650 PET-Flaschen schipperte am 14. August in Basel den Rhein hinunter. Die beiden Liestaler Dario Albertini und Dominik Golaszewski haben dieses Floss im Rahmen ihrer Maturarbeit gebaut. Ziel ihrer Aktion war es, auf die Trinkwasserproblematik in Afrika aufmerksam zu machen und Spenden für ein Brunnenprojekt von Helvetas in Mosambik zu sammeln.

 

 

Viele Schaulustige zog es am Samstag, 14. August zur Johanniterbrücke in Basel, um eine Flossfahrt der etwas anderen Art mitzuverfolgen. Gesteuert haben das Floss die 20jährigen Berufmaturanden Dario Albertini und Dominik Golaszewski, die es aus 650 PET-Flaschen konstruiert hatten. Sie liessen sich durch das Hochwasser nicht abschrecken, mussten aber eine verkürzte Route fahren.  

 


Sensibilisierungsaktion für die globale Wasserarmut

 

Hierzulande gibt es genügend Trinkwasser für alle, andernorts fehlt es oder ist verschmutzt. Weil sie dreckiges Wasser trinken müssen, sterben jeden Tag rund 4000 Kinder an den Folgen von Durchfallerkrankungen. „Das hat uns betroffen gemacht“, betonen die beiden, „wir wollten etwas dagegen unternehmen. Ziel der Aktion war, die Bevölkerung für die Wasserarmut in Entwicklungsländern zu sensibilisieren und sie anzuspornen, für ein Trinkwasserprojekt zu spenden. „Alle Kosten für die Floss-Aktion wurden bereits im Voraus durch Sponsoringbeiträge gedeckt. Somit können 100 Prozent der gesammelten Spenden der Entwicklungsorganisation Helvetas für Brunnen in Mosambik übergeben“, erklärt Albertini. 1500.- Franken sind bis jetzt zusammengekommen und der eine oder andere Beitrag dürfte noch folgen.

 

4 Tage hatten die Hochbauzeichenlehrlinge gebraucht, um das Floss zusammenzubauen. Um die Bewilligung der Rheinpolizei zu erhalten, mussten eine Reihe von Vorschriften erfüllt werden. „Es war ein grosser Aufwand, aber es hat uns Spass gemacht, und mit der Flossfahrt können wir erst noch etwas Sinnvolles bewirken“, freut sich Golaszewski.


 

Spenden für Brunnen in Mosambik


Weit über fünfzig Prozent der Menschen in Mosambik haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Helvetas engagiert sich vor allem in Norden des Landes, wo die Situation besonders prekär ist. Dort baut und repariert die Entwicklungsorganisation Brunnen. Wobei die Bevölkerung dabei einen Teil der Arbeiten selbst übernimmt und sich auch finanziell beteiligt. Helvetas unterstützt die Gemeinden bei der Gründung von Wasserkomitees, deren Mitglieder für eine gerechte Verteilung des Wassers und die Instandhaltung der Brunnen verantwortlich sind. Sie werden  alphabetisiert und für ihre organisatorischen und technischen Aufgaben ausgebildet.

 

 

 

Für Rückfragen:

Dario Albertini, Flossbauer und –fahrer, 077 401 61 58
Matthias Herfeldt, Mediensprecher Helvetas, 076 338 59 38

 

Bildtitel
Mit dem PET-Floss auf dem Rhein
Bildtitel
Das PET-Floss

 

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