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Benin
Wasser und Einkommen auf dem Land
Benin weist trotz erfolgter Demokratisierung und erreichter Stabilität weiterhin die Merkmale eines wenig entwickelten Landes auf: Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Die Wirtschaft ist stark von den Weltmarktpreisen für Baumwolle abhängig. Neben der Landwirtschaft hängt Benins Wirtschaft vor allem vom Handel mit den Nachbarstaaten ab. Der weit verbreitete Analphabetismus und Schwächen im Bildungssystem behindern die wirtschaftliche Entwicklung. Benin

Helvetas ist seit 1995 in Benin tätig, unter anderem im Bereich Trinkwasser und Hygiene. Im Zentrum steht die Unterstützung lokaler Regierungen, die im Rahmen der Dezentralisierung neu eingesetzt worden sind. Sie sollen Projekte für den Bau oder den Unterhalt von Wasserversorgungsanlagen und Initiativen im Hygienebereich selbst planen und umsetzen können. Dazu sollen sie lokale Organisationen und den Privatsektor mit einbeziehen.

Weiter engagiert sich Helvetas in der Trinkwasserversorgung von Gesundheitszentren und Schulen. Bestehende Brunnen oder Wasserstellen werden von der Gemeinde, der Bevölkerung, den Schulen und Sanitätszentren gemeinsam bewirtschaftet. Ein kleines, handbetriebenes Leitungssystem versorgt die Schulen und Gesundheitszentren mit sauberem, fliessendem Trinkwasser.

 

Im Kampf gegen die Armut strebt Helvetas eine Marktorientierung in der Landwirtschaft an. Ziel ist es, die Qualität und Vermarktung von Produkten zu verbessern, die sich für den Verkauf auf dem lokalen oder internationalen Markt eignen. Im Vordergrund steht derzeit Ananas – als Novität für Benin auch Bio-Ananas. Die Frucht wird unter anderem zu Saft verarbeitet oder getrocknet.


2008 hat Helvetas in Benin begonnen, die Produktion von Biobaumwolle zu fördern und deren Vermarktung im Rahmen des fairen Handels zu unterstützen. Das Projektgebiet befindet sich in der Schutzzone, die dem Pendjari-Nationalpark im Norden des Landes vorgelagert ist.

 

Neu ist Helvetas auch im Bildungsbereich tätig. Ein Angebot an lokal angepassten, kurzen technischen Ausbildungsgängenwird erarbeitet - insbesondere für Jugendliche, die die Schule nicht abgeschlossen haben. Ziel ist es, dieses neue Berufs- und Weiterbildungsangebot in ein staatlich anerkanntes System zu überführen.

 

Die Projekte im Überblick

 

  • Unterstützung von Gemeinden in Trinkwasserversorgung und Hygiene: Ziel des Helvetas Projektes ist es, durch die Unterstützung der Gemeinden bei Planung, Bau und Reparatur von Trinkwasseranlagen den Zugang der Menschen zu sauberem Trinkwasser zu verbessern. Die unterstützten Gemeindeverwaltungen können ihre Bau-, Betriebs- und Unterhaltsaufgaben künftig kompetent und autonom bewältigen. Damit sie dafür auf angepasste lokale Serviceleistungen zurückgreifen können, engagiert sich das Projekt auch in der Förderung eines entsprechenden Handwerkergewerbes.

 

  • Wasserversorgung von Gesundheitszentren und Schulen: In diesem Projekt geht es um mehrere Aspekte. Zum einen sollen die Einrichtungen mit sanitären Anlagen und Trinkwasser versorgt werden, zum anderen die Technik der Planung und Bauweise solcher Anlagen vermittelt werden. Arbeitskräfte werden ausgebildet, damit sie die Anlagen in Zukunft direkt vor Ort warten können. So können auch eigenständige Projekte entstehen.

 

  • Entwicklung von marktorientierten Handelsketten (Ananas): Ziel des Projekts ist es, einen effizienten Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven in den ländlichen Gebieten im Süden Benins zu leisten. Dazu gehört einerseits die Förderung einer nachhaltigen und umweltgerechten landwirtschaftlichen Produktion, andererseits die Öffnung eines Zugangs zu den nationalen und internationalen Märkten für die Kleinproduzenten und –produzentinnen. Zudem wird durch die Reduktion der Anzahl von Zwischenhändlern in den Handelsketten eine gerechtere Einkommensverteilung angestrebt.

 

  • Biobaumwolle und fairer Handel: Bio-Baumwolle und Fair Trade ist eine Strategie zur Armutsreduktion. Helvetas fördert in Benin den biologischen Anbau von Baumwolle und vermittelt den Kontakt zu den Abnehmern im Norden. Mit dem Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sind die Kleinbauern nicht mehr auf teure Kredite angewiesen und schützen gleichzeitig ihre eigene Gesundheit und die Umwelt.

 

  •  Berufsbildung für junge Erwachsene:  Kinder haben ein Recht auf Bildung, so schreiben es die Internationalen Rechte der Kinder vor. Der Norden Benins gehört zu den Gebieten mit der grössten Rate an Kindern, die keine Schule besuchen. Ziel von Helvetas ist es, das Angebot an nicht-formellen Bildungsmöglichkeiten, die den lokalen schulischen und professionellen Bildungsbedürfnissen entsprechen, zu verbessern.

 

 

Weiterführende Infos

 

» Lokale Homepage Helvetas Benin

 

» Landkarte Benin

 

Generelle Informationen zum Land finden Sie unter BBC Country Profiles, CIA World Fact Book, InfoNation und Social Watch.

 

 

 

 

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