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| Hoffnung nach dem Friedensschluss |
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Am 21. November 2006 hat die Regierung und die Rebellen ein Friedensabkommen unterzeichnet, das dem 10-jährigen, blutigen Bürgerkrieg ein Ende setzte. Seither befindet sich Nepal auf dem Weg von der Monarchie zu einer demokratischen Rebublik. Gleichzeitig ist das Land geprägt von Gruppierungen, die sich benachteiligt fühlen und nun immer häufiger ihre Stimmen erheben, um im politischen Prozess gleichberechtigt mitwirken zu können. Die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden und eine neue Verfassung ist gross, aber viele Fragen über die Zukunft des Landes sind weiterhin offen.
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Nepal ist das erste Partnerland von Helvetas. Seine topografischen Ähnlichkeiten mit der Schweiz machten es in den 1950er Jahren attraktiv für die anfänglich auf schweizerische „Kernkompetenzen“ wie Berglandwirtschaft und Milchwirtschaft ausgerichtete Entwicklungszusammenarbeit. Aus den bescheidenen Anfängen entstand bis heute ein umfangreiches Programm mit den Schwerpunkten ländliche Infrastruktur, natürliches Ressourcenmanagement und Ausbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Zu den wichtigsten Infrastrukturmassnahmen gehören der Bau von Fussgänger-Hängebrücken und Erschliessungsstrassen in die abgelegenen Berggebiete Nepals, das Erarbeiten von Wassernutzungsplänen sowie die Erstellung von Wasserversorgungen, sanitären Anlagen und Kleinbewässerungen. Alle diese Massnahmen eignen sich auch, um durch gemeinsame Planung und Umsetzung mit der Dorfbevölkerung, den Gemeindebehörden und dem örtlichen Kleingewerbe Demokratie und lokale Selbstbestimmung zu fördern.
Auf Selbstbestimmung und Eigeninitiative stützen sich auch zwei ländliche Entwicklungsprogramme, die bäuerliche Kleinstunternehmer, lokale NGOs und Kommunen bei der Durchführung eigener Projekte unterstützen. Im Zentrum dieser lokalen Initiativen stehen meist Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten.
Der kleinbäuerlichen Landwirtschaft dient ebenfalls ein innovatives Projekt zur biologischen Schädlingsbekämpfung. Dabei wird versucht, das Wissen der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden. Das Projekt ergänzt ein von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziertes Programm zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Böden im Hügelgebiet, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und im Idealfall gar zu verbessern.
Neben der Landwirtschaft fördert Helvetas Nepal auch die Herausbildung eines lokalen Kleingewerbes in den ländlichen Gebieten. Die mobilen Trainer des SKILL-Projektes bieten kurze Ausbildungskurse für Jugendliche und junge Erwachsene an, die handwerkliche Kenntnisse erwerben möchten. Viele dieser jungen Leute finden später in ihrer Gemeinde ein Auskommen als selbständige Elektriker, Mechaniker oder Schneider. Helvetas hat dieses Ausbildungsmodell erfolgreich in ein Franchising-Modell umgewandelt und verbreitet nun die positiven Erfahrungen des SKILL-Projektes in Zusammenarbeit mit einer Privatfirma in ganz Nepal.
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Die Projekte im Überblick
- Hängebrücken-Programm: Gute Transportwege sind eine wichtige Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und sozialen Austausch in ländlichen Gebieten. Mehr Mobilität kann viel zur nachhaltigen Entwicklung von Lebensgrundlagen beigetragen. Der von Helvetas unterstütze Hängebrückenbau ermöglicht den direkteren Zugang zu Märkten, Arbeitsplätzen, Schulen, Gesundheitszentren und soziokulturellen Einrichtungen.
- Wasserressourcen-Management: Der nachhaltige Umgang mit Wasser steht im Zentrum dieses Projektes. Unter aktiver Beiteiligung der Dörfer werden in einem parzipiativen Prozess Wassernutzungspläne erarbeitet. Ein verbessertes Hygieneverständnis trägt zudem dazu bei, dass sich die Gesundheitssituation in den Dörfern verbessert. Die Ausbildung von Kleinunternehmern zu Latrinenbauern und Brunnenmeistern schafft Arbeitsplätze und Einkommen.
- Ländliche Erschliessungsstrassen: Durch den Bau von Erschliessungstrassen im Osten und Westen Nepals wird es für die Bewohner der abgelegenen Dörfer einfacher, sich Zugang zu grösseren Orten und Gesundheitseinrichtungen zu verschaffen. Arbeitsintensive Methoden schaffen Arbeitsplätze und Einkommen. Aus- und Weiterbildung soll zu einer zusätzlichen Wertschöpfung führen, damit die Bevölkerung auch längerfristig ein verbessertes Einkommen hat.
- Nachfrageorientierte ländliche Infrastruktur zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kleinbauern: Helvetas unterstützt Kleinbauern beim Planen und Bauen von Bewässerungssystemen, die an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind. Durch gezielte Bewässerung kann die Ernährung und das Einkommen der Bauern stark verbessert werden. Unterstützt werden diese Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur durch landwirtschaftliche Beratung.
- Unterstützung lokaler Initiativen: In diesem Projekt unterstützt Helvetas lokale Initiativen beim Anbau, der Verarbeitung und der Vermarktung ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Ziel ist es, starke lokale Grundstrukturen und Märkte zu bilden und zu erhalten.
- Nachhaltiges Bodenmanagement: Bergbauernfamilien bekommen eine verbesserte Existenzgrundlage, weil sie lernen, wie sie die Fruchtbarkeit ihrer Böden erhalten oder gar verbessern können. Begleitend unterstützt Hevletas in Nepal zum Beispiel landwirtschaftliche Forschung, lokale NGOs, und die Weiterbildung von erfahrenen Bauern zu lokalen Beratern.
- Förderung des Kaffeeanbaus: Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von umweltgerecht angebautem Bio-Kaffee bieten ein enormes Potenzial für Tausende von Kleinbauern im mittleren Hügelgebiet Nepals. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, unterstützt und fördert dieses Projekt gezielt die Aktivitäten vom Produzenten wie die Vermarktung ihrer Produkte.
- Biologische Schädlingsbekämpfung: Mit der Entwicklung und Verbreitung von biologischen Schädlingsbekämpfungsmethoden kann Helvetas dazu beitragen, dass die Bauern ein Mittel gegen Schädlinge erhalten und der Boden nicht zusätzlich durch Pestizide belastet wird.
- ELAM-Ausbildungsprojekt: Das ELAM-Projekt fördert bestehende Kleinbetriebe, unterstützt Initiativen von Interesenten bei der Gründung eines eigenen kleinen Unternehmens und leistet Frauen Hilfestellung bei der Selbstorganisation und beim Aufbau von eigenen Spar- und Kreditgruppen.
- SKILL-Ausbildungsprojekt: Die von Helvetas unterstütze lokale NGO SKILL bietet Jugendlichen alternative Ausbildungsprojekte an. Junge Erwachsene erhalten eine kurze Basisausbildung in verschiedenen handwerklichen Berufen und somit eine Grundlage für ihre Zukunft.
- Verbesserung der Lebensverhältnisse in von Konflikten betroffenen Gemeinden: Durch interne Konflikte, die bis 2006 andauerten, haben viele Bewohner Nepals ihre Existenzgrundlagen verloren. Dieses Helvetas-Projekt kümmert sich um die Grundbedürfnisse in stark betroffenen Gemeinden. Es handelt sich hierbei um Aktivitäten zur Friedensförderung, gesundheitliche Betreuung, Berufsbildung und Traumaverarbeitung.
- River Bed Farming: Helvetas vermittelt zwischen Gemeinden und landlosen Familien und schafft faire Pachtbedingungen für brachliegende Flussbette. Die landlosen Familien erhalten zudem eine Starthilfe in Form von Saatgut und Werkzeugen und falls nötig den Zugang zu Mikrokrediten.
- Employment Fund: Helvetas ist es gelungen, verschiedene bi- und multilaterale Geber zu einem gemeinsamen Vorgehen zu harmonisieren und ihre Finanzmittel in den von Helvetas administierten "Emplyoment Fund“ einzubringen. Mit diesen Mitteln werden Tausend von jungen Nepali in Kurzkursen, die sich am lokalen Arbeitsmarkt orientieren, ausgebildet. Ein Franchisensystem ermöglicht eine grosse Breitenwirkung.
Weiterführende Infos
Interview mit Programmleiter Ram Risal nach Unterzeichnung des Friedensabkommens, November 2006
Homepage Helvetas Nepal
Landkarte Nepal
Generelle Informationen zum Land finden Sie unter: BBC Country Profiles, CIA World Fact Book, InfoNation und Social Watch
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| Das Programm in Nepal wird mitfinanziert durch: |
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