Helvetas arbeitet seit 1978 in Sri Lanka. Geografische Schwerpunkte waren die Ostküste und das zentrale Hochland. Als "Land der NGOs" bot Sri Lanka schon in den Anfangsjahren innovative Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit einheimischen Nichtregierungsorganisationen und der gezielten Förderung von lokalen Selbsthilfegruppen, die bis heute zentral geblieben ist.
Nach dem Tsunami im Dezember 2004 hatte sich die Helvetas zunächst in der Not- und Überbrückungshilfe engagiert und danach langfristige Wiederaufbauprogramme lanciert. Das Programm umfasste den Bau von 230 Wohnhäusern für obdachlose Familien in zwei Ortschaften, die Realisierung einer Wasserversorgung für zwei Dörfer mit rund 3'500 Haushalten und die Unterstützung von rund 6’000 lokalen Kleinunternehmern, damit sie ihre Existenzgrundlage wieder aufbauen konnten. Dieses Programm konnte Ende 2007 weitgehend abgeschlossen werden.
Hauptsächlich fokussiert Helvetas ihre Unterstützung heute auf die Friedensarbeit. Hier baut Helvetas zusammen mit anderen Organisationen Netzwerke und Austauschforen für Versöhnungsarbeit auf, leistet über kulturelle Aktivitäten Sensibilisierungsarbeit und führt in gemischt-ethnischen Gebieten gemeinsame Aktionen durch.
Helvetas hat ab 2005 einen geografischen Konzentrationsprozess eingeleitet, in dessen Verlauf die Zahl der Partnerländer von 22 auf 15 reduziert wird. Sri Lanka, dass mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf einkommen von 1310 US Dollar nicht mehr zu den ärmsten Entwicklungsländern gehört und auch bezüglicher anderer Entwicklungsfaktoren wie zum Beispiel der Lebenserwartung (74 Jahre) oder der Analphabetenrate (8%) relativ gut abschneidet, ist dabei als mögliches Ausstiegsland identifiziert worden. Entsprechend einem 2006 erstellen Ausstiegsplan, wurde daher das Programmvolumen von Helvetas in Sri Lanka in den letzten Jahren schrittweise reduziert, mit dem Ziel eines vollständigen Rückzuges per Ende 2010. |