Die Hilfsanstrengungen der internationalen Gemeinschaft konzentrierten sich zu Beginn vor allem auf die Hauptstadt Port-au-Prince, wo der Wiederaufbau nur langsam in Gang kam. Helvetas war vielmehr im ländlichen Haiti aktiv, nördlich und östlich von Port-au-Prince, wo Helvetas teilweise seit fast 30 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv ist:
• In den Gemeinden Verrettes, La Chapelle und Savannette, wo rund 160'000 Menschen leben, hat Helvetas in den ersten Wochen nach der Naturkatastrophe Nothilfe geleistet. Es wurden Blachen, Nahrungsmittelpakete und Wasser verteilt und die lokalen Behörden bei der Organisation von Sofortmassnahmen unterstützt. Die Nothilfe wurde abgelöst durch ein „Cash for Work“-Projekt, das von der Glückskette mitfinanziert wurde. Nach dem Beben sind Zehntausende Flüchtlinge aus der zerstörten Hauptstadt in die Region geströmt und bei Verwandten untergekommen. Helvetas hat Flüchtlinge gegen Entlöhnung engagiert, um beschädigte Strassen und Marktplätze sowie landwirtschaftliche Infrastruktur wie Wasserkanäle und Terrassierungen zu reparieren oder zu verbessern. Das Einkommen ist nicht nur den Arbeitern selber, sondern auch ihren gastgebenden Familien zu Gute gekommen. Und die ansässige Bevölkerung hat einen langfristigen Nutzen vom Projekt, mit dem ein Beitrag zum Wiederaufbau und zur Entwicklung des ländlichen Haitis geleistet wurde. Vom „Cash for Work“-Projekt haben seither über 4000 Familien profitiert.
• In der Region Forêt des Pins hat Helvetas für 600 Familien von Bund (DEZA) finanzierte Wassertanks installiert, die das Regenwasser auffangen. Damit haben die Menschen überlebenswichtiges sauberes Trinkwasser zur Verfügung.
In einer nächsten Phase hat Helvetas in Petit-Goâve ihre Arbeit aufgenommen. Die Stadt liegt 70 Kilometer südöstlich von Port-au-Prince und wurde vom Beben besonders stark getroffen. Gemeinsam mit anderen Schweizer Organisationen beteiligt sich Helvetas am Wiederaufbau und zwar im Bereich der Wasserversorgung. Parallel zu diesem längerfristig angelegten Engagement wurden Sofortmassnahmen in Angriff genommen. In einem „Cash for Work“-Projekt wurden Erosionsschutzmauern und Flusshang-Schutzverbauungen errichtet, um drohenden Verwüstungen durch starke Regenfälle vorzubeugen.
Berichterstattung zum Erdbeben in Haiti
Pressebilder
Langfristiges Engagement Helvetas in Haiti
Helvetas bedankt sich bei der Schweizer Bevölkerung für die grosszügigen Spenden zu Gunsten der Erdbeben-Opfer in Haiti und nimmt für den Wiederaufbau und die laufenden Entwicklungsprojekte weiterhin Zuwendungen entgegen:
Online-Spende
Postkonto: 80-3130-4 Helvetas, Weinbergstrasse 22a, 8001 Zürich
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