Bleiben Sie auf dem Laufenden zu unseren Aktionen, Anlässen und tollen Angeboten aus dem Fairshop.

Im Zeichen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Alle Staaten sollen ihren Beitrag leisten für eine gerechte Welt, in der die Menschen selbstbestimmt in Würde und Sicherheit leben und die natürlichen Ressourcen nachhaltig nutzen.
Zürich, 20.09.2017
HELVETAS Swiss Intercooperation fordert Regierung und Politik der Schweiz auf, nebst einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit auch die politischen Weichen in Richtung der «Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» zu stellen. Denn wozu die Politik nicht bereit ist, das kann die Zusammenarbeit nicht leisten.

Worum es geht
In den letzten Jahren ist die Entwicklungszusammenarbeit zunehmend zum Spielball der Politik
geworden. Einerseits wird erwartet, dass sie die globale Armut überwindet, wirtschaftlichen Fortschritt voranbringt und unliebsame Migrationsbewegungen verhindert. Andererseits wird ihr
Wirkungslosigkeit vorgeworfen und bietet sie eine willkommene Angriffsfläche für Sparübungen. Bei solcher Kritik wird gerne übersehen, dass die Entwicklungszusammenarbeit, um tiefgreifende Impulse auslösen zu können, auf entwicklungsförderliche politische Rahmenbedingungen
zählen können muss. Denn einfach gesagt: Was die Politik nicht will, das kann die Zusammenarbeit nicht leisten. Ohne ernsthafte Anstrengungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung in den verschiedensten Politikbereichen, wie sie die «Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» umreisst, sind wirkungsvolle Veränderungen nur beschränkt möglich.

Wenn sich Probleme und Krisen globalisieren, muss auch die Politik ihre Suche nach Antworten
globalisieren. Dabei sind die Überwindung der Armut in allen ihren Formen, die Bekämpfung der
Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern, die Erhaltung unseres Planeten, die Gestaltung einer inklusiven und nachhaltigen Wirtschaft und die Förderung der sozialen Inklusion miteinander verbunden und wechselseitig voneinander abhängig. Daraus ergibt sich eine gemeinsame Verantwortung, die ein Mitgestalten aller Staaten im Rahmen völkerrechtlicher Vereinbarungen erfordert. Es geht um einen tiefgreifenden Umbau der Produktions- und Konsummuster und eine Umgestaltung der politischen Rahmenbedingungen. Ein solches Engagement ist auch im Eigeninteresse der Schweiz: Abschotten und Privilegien verteidigen, solange es eben geht, steht Zukunftsfähigkeit und Fortschritt entgegen. Gerade die Schweiz, die ihren Wohlstand zu einem wichtigen Teil ihren weltwirtschaftlichen Beziehungen verdankt, steht in der Verantwortung, bei der Durchsetzung der Agenda 2030 auch mit politischen Massnahmen voranzugehen. Daher richtet Helvetas im vorliegenden Positionspapier acht Forderungen an Politik und Verwaltung und plädiert zuallererst für Politikkohärenz: Alle politischen Strategien und Interventionen der Schweiz, die Auswirkungen auf Entwicklungsländer haben, müssen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung ausgestaltet werden.

Ganzes Dokument zum download finden Sie hier.

Autor / Kontakt: Geert van Dok, Politische Kommunikation geert.vandok@helvetas.org

Die Bilder dürfen nur in diesem Kontext und mit Copyrightverweis verwendet werden – oder nach Rücksprache mit Helvetas.


Zum Downloaden der Fotos in hoher Auflösung bitte auf das Bild klicken.
  • Armut überwinden: Anbau und lokale Vermarktung in Mali