Entwicklungspolitik mitgestalten

Lokale Projektarbeit wirkt nur dann optimal und langfristig, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Darum engagiert sich Helvetas im Dialog und in der Auseinandersetzung mit Regierungen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft, inbesondere zu den Themen Wasser und Klima.
Lokale Entwicklungsprozesse werden massgeblich durch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf allen Ebenen geprägt. So sind nur dann nachhaltige Fortschritte in der Wasserversorgung für die Ärmsten in einem Land möglich, wenn die Regierung das Menschenrecht auf Wasser gesetzlich anerkennt und in ihrer nationalen Wasserpolitik entsprechende Massnahmen vorsieht und umsetzt. Ebenso entscheiden Erfolg oder Misserfolg internationaler Klimaverhandlungen darüber, wie rasch sich die Lebensbedingungen in den Ländern des Südens infolge von Wetterextremen verschärfen werden.

Als international tätige Entwicklungsorganisation setzt sich Helvetas darum aktiv für gerechtere Rahmenbedingungen ein. In der Schweiz, in den Partnerländern und auf internationaler Ebene engagiert sich Helvetas im entwicklungspolitischen Dialog und in der Politikberatung, sowie mit Lobby- und Kampagnenarbeit. Adressaten ihrer entwicklungspolitischen Aktivitäten sind Regierungen, Geberorganisationen, die Privatwirtschaft, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie die breite Öffentlichkeit. Die Verankerung in konkreter Projektarbeit und der stetige Austausch mit den Menschen vor Ort stellen dabei sicher, dass die Anliegen der Ärmsten stets im Vordergrund stehen. Aufgrund ihrer Expertise legt Helvetas einen Schwerpunkt auf die Themen Wasser und Klima.

  • Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung ist ein grundlegendes Menschenrecht und als solches von der UNO seit 2010 offiziell anerkannt. Helvetas setzt sich dafür ein, dass diesem Recht auf internationaler und nationaler Ebene zum Durchbruch verholfen wird.
    Mehr zur Wasserpolitik
  • Die Menschen in Entwicklungsländern sind von den Folgen des Klimawandels am härtesten betroffen, obwohl sie am wenigsten dafür verantwortlich sind. Darum engagiert sich Helvetas für eine ökologische Entwicklung und setzt sich für eine wirksame globale Klimapolitik ein, die den Bedürfnissen der Entwicklungsländer Rechnung trägt.
    International engagiert sich Helvetas ganz konkret in der globalen Klimadebatte. Mehrere Helvetas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Teil des Weltklimarats der UNO (IPCC). Daneben nimmt Helvetas an den Verhandlungen innerhalb der UNO-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC) teil, wie etwa der Klimakonferenz 2011 in Durban. Darüber hinaus berät Helvetas weitere multilaterale Institutionen wie die Weltbank, UNDP, FAO und ITTO (International Tropical Timber Organisation) zu klimawirksamen Massnahmen unter anderem im Bereich der Forst- und Landwirtschaft. Dabei setzt sich Helvetas für eine global wirksame Klimapolitik ein, welche die spezifischen Bedürfnisse der Entwicklungsländer berücksichtigt und den Anliegen der Ärmsten Rechnung trägt.
    In der Schweiz konfrontiert Helvetas den Bundesrat und die zuständigen Bundesämter als Teil der Klimaallianz mit international abgestimmten NGO-Forderungen. Beispielsweise wenn es darum geht, in der laufenden Klimadebatte oder in Verhandlungen zur nachhaltigen Entwicklung auch die Wassernot zu berücksichtigen. Gleichzeitig berät Helvetas verschiedene Bundesämter zu klimarelevanten Themen, etwa zu Fragen der “Green Economy”.
    In den Partnerländern steht Helvetas mehreren nationalen und regionalen Klima-Delegationen beratend zur Seite. Zudem bietet Helvetas regelmässig Ausbildungsprogramme im Bereich Klimawandel, Ressourcenmanagement und Katastrophenvorsorge an, welche bisher von mehr als 700 Personen besucht wurden.

Unsere Positionen


Engagement konkret

Kosovo LOGOS
Mit einer Plakat- und TV-Kampagne macht Helvetas Kosovo auf die anhaltende Ungleich-
behandlung von Männern und Frauen aufmerksam.

Recht ohne Grenzen

Recht ohne Grenzen
Klare Regeln für Schweizer Konzerne. Weltweit.