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Ananas-Bäuerinnen und -Bauern in Benin trotzen dem Weltmarkt

In Benin, so sagt man, wachsen die süssesten Ananas Afrikas. Aber die Kleinproduzenten sind harten Weltmarktbedingungen ausgeliefert. Einen Ausweg bieten das Bio- und Fair-Trade-Programm von Helvetas
und eine lokale Verarbeitung der Früchte.
Im Süden Benins scheint auf jedem Quadratzentimeter etwas zu spriessen. Dennoch ist es für die Ananas-Bauern schwierig, auf ihren Böden ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften: Das subtropische Ökosystem ist sehr empfindlich, und die Weltmarktpreise für frische Ananas sind grossen saisonalen Schwankungen unterworfen. Auch die Vorgaben der Händler bezüglich Menge, Form und Grösse der Früchte machen es für Kleinproduzenten fast unmöglich, ihre Ernte gewinnbringend zu verkaufen.

Die Umstellung auf Bioproduktion bietet einen Ausweg. Helvetas schult die Bäuerinnen und Bauern darin und unterstützt sie dabei, ihre Ananas zu Fair-Trade-Konditionen verkaufen zu können. Ferner unterstützt sie die Weiterverarbeitung der Früchte direkt vor Ort: getrocknete Ananas und Saftkonzentrat schaffen Mehrwert und Arbeitsplätze – speziell für Frauen. Gleichzeitig verhindern die Konservierungsmöglichkeiten, dass die Märkte zur Erntezeit mit frischen Früchten überschwemmt werden und die Preise einbrechen. Helvetas hilft den Produzentinnen und Produzenten dabei, langfristige Partnerschaften mit Abnehmern in der Schweiz aufzubauen.

Ein brennendes Thema in Benin ist die drohende Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut. Bis 2013 gilt zwar noch ein Gentech-Moratorium, doch gerät dieses zunehmend unter Druck. Darum stärkt und schult Helvetas lokale Organisationen, die sich kritisch mit der Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut auseinandersetzen und sich für ein Bodenrecht einsetzen, das die Existenz kleiner Betriebe garantiert und insbesondere die Besitzrechte der Frauen verbessert. Mit diesen Massnahmen kann dem zunehmenden Interesse ausländischer Investoren an den fruchtbaren Böden im Land entgegengewirkt werden.

Dieudonné Alladjodso
image description Bevor ich meine Felder auf Bioproduktion umgestellt habe, hatte ich grosse Probleme mit Ananas-Krankheiten. Heute sind meine Felder gesund und bringen anderthalbmal so viel Ertrag wie früher. image description Dieudonné Alladjodso, junger beninischer Bauer und Präsident einer Bauernkooperative
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.

Projektwirkung

165 Bauern wurden 2016 in biologischem Anbau geschult und beraten. 157 Menschen erwirtschafteten 2016 zusätzliches Einkommen dank der Unterstützung beim Verkauf ihrer Produkte.