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Sauberes Wasser für Schulen und Geburts-stationen in Benin

Ein Kind zur Welt bringen und das benötigte Wasser selber in die Klinik bringen? In der Geburtsstation von Sirarou
war das bis vor drei Jahren noch Alltag. Jetzt versorgt ein Brunnen die Maternité und die nahegelegene Schule
mit sauberem Wasser.
Der Brunnen von Sirarou ist nur einer von vielen, der von Helvetas im Norden Benins unter anderem für Geburtsstationen, Gesundheitszentren und Schulen gebaut wurde. Wo es bislang überhaupt kein Wasser gab, werden neue Löcher gebohrt und Brunnen errichtet. Alte, mangelhafte Ziehbrunnen werden zu geschlossenen Pumpbrunnen umgebaut. Die Wasserversorgung ist in Benin Sache der Gemeinden. Darum arbeitet Helvetas direkt mit den teils unerfahrenen Gemeindebehörden zusammen und unterstützt sie mit technischem und administrativem Know-how.

Gerade in Gesundheitszentren ist sauberes Wasser eminent wichtig. Als die Familien der Patientinnen das Wasser noch selber mitbringen mussten, kam es sehr oft zu Infektionen. Auch Wasser, um die Instrumente zu desinfizieren und die Räumlichkeiten zu reinigen, fehlte oft.

In den Schulen, die dank des Projektes nun einen Brunnen haben, wurden gemeinsam mit Helvetas Hygienelektionen erarbeitet und in den Lehrplan integriert. Die Kinder wachsen in der Regel ohne fliessendes Wasser auf. Nun lernen sie, die Hände vor dem Essen richtig zu waschen sowie hygienisch und sparsam mit Wasser umzugehen. So können vermeidbare Magen-Darm-Erkrankungen, die Kinder oft vom regelmässigen Schulunterricht abhalten, vermieden werden.

Für den Unterhalt der Brunnen sorgen Wasserkomitees oder Brunnenpächterinnen, die dafür ausgebildet werden. Das sind meistens Frauen, die in der Nähe der Brunnen wohnen. Sie haben ein wirtschaftliches Interesse daran, dass er funktioniert, da sie das Wasser (günstig) verkaufen dürfen. Gesundheitszentren und Schulen erhalten ihr Wasser kostenlos von der Gemeinde.
Nafissatou Bagana
image description Früher hatten wir häufig Probleme mit Infektionen, weil das Wasser, das die Familien der Patientinnen mitbrachten, oft nicht sauber war. image description Nafissatou Bagana, Hebamme der Geburtstation Sirarou
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.

Projektwirkung

4450 Menschen erhielten 2016 neu Zugang zu sauberem Trinkwasser. 600 Menschen erhielten 2016 neu Zugang zu sanitären Anlagen wie einfachen Latrinen. 

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