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Ehemalige Leibeigene bewirtschaften fruchtbare Flussbette in Nepal

Die Flüsse in Nepal geben in der Trockenzeit weite Teile des Flussbettes frei. Ein grosser Teil dieser Böden ist fruchtbar und bleiben feucht. Helvetas unterstützt Landlose und Kleinstbauern dabei, Gemüse anzupflanzen und einen ersten Schritt in die Selbständigkeit zu tun.
Rund 100'000 ehemalige Leibeigene leben im Terai, der nepalesischen Ebene entlang dem Himalaya und angrenzend an Indien, als Landlose weit unter der Armutsgrenze. Während der fünfmonatigen Trockenzeit liegen grosse Teile der Flussbette brach - Boden, der äusserst fruchtbar wäre.

Helvetas setzt sich bei den Behörden dafür ein, dass die landlosen Familien Teile dieser Böden bewirtschaften dürfen und so einen Weg aus Hunger und Armut finden. Die Familien erhalten gegen einen kleinen Pachtzins eine Parzelle für den Ackerbau. Helvetas leistet Starthilfe in Form von Saatgut und Werkzeug. Können die Landlosen den Pachtzins nicht aufbringen, verschafft ihnen Helvetas im ersten Jahr Zugang zu Mikrokrediten. Instruktoren zeigen den angehenden Bauern, wie Gemüsebeete angelegt und Keimlinge gezogen werden. Zudem erfahren sie, wie sie Kompost herstellen können.

Im ersten Monat müssen die Setzlinge mit Wasser aus dem Fluss gegossen werden – danach reichen ihre Wurzeln tief genug, um den feuchten Untergrund des Flussbetts zu erreichen.

Einen Teil ihrer Ernte verkaufen die Familien auf lokalen und regionalen Märkten und verdienen so etwas Geld. Da sie ihr Gemüse während der Trockenzeit anbauen, ist die Nachfrage gross und auch die Preise sind gut. Bereits im dritten Jahr sind die Jung-Bäuerinnen und -Bauern nicht mehr auf die Hilfe von Helvetas angewiesen. Sie können die Pacht selber finanzieren und sogar ihre Kinder zur Schule schicken.
Rupa Chaudhary
image description Die meisten von uns haben kein eigenes Land. Doch seit wir in der Trockenzeit das Bett des Mohana nutzen, können auch wir Landlosen Gemüse verkaufen. image description Rupa Chaudhary, 24, hat vom Helvetas-Projekt profitiert und will ihre zwei noch kleinen Kinder später in eine gute Schule schicken.
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.

Projektwirkung

8'739 Menschen erwirtschafteten 2016 zusätzliches Einkommen dank der Unterstützung beim Anbau und Verkauf ihrer Produkte.