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Gemeinsame Waldbewirtschaftung stärkt die junge Demokratie in Bhutan

Helvetas, mit finanzieller Unterstützung durch die DEZA (bis Juni 2017), hilft Bhutans Regierung dabei, der lokalen Bevölkerung dorfnahe Waldflächen zur gemeinschaftlichen Nutzung und Pflege zu übergeben. Auf diese Weise werden nicht nur natürliche Ressourcen nachhaltig genutzt, sondern wächst auch das Einkommen und das Demokratieverständnis in der Bevölkerung.
In der Verfassung Bhutans ist festgelegt, dass auch in Zukunft mindestens 60 Prozent des Landes bewaldet bleiben sollen. Das Projekt zur gemeinschaftlichen Waldbewirtschaftung unterstützt Dorfbewohner dabei, sich zu Gruppen zusammenzuschliessen und auf demokratischer Basis die natürlichen Ressourcen rund um ihre Dörfer nachhaltig zu nutzen. 2016 werden bereits über 60'000 Hektar Wald von 644 Gruppen in eigener Verantwortung gepflegt und genutzt. 27‘000 ländliche Haushalte (rund ein Viertel aller Haushalte in Bhutan) sind Mitglieder einer Bewirtschaftungsgruppe, und es sollen noch mehr dazukommen. Denn dank der Pionierarbeit von Helvetas ist auch in der Forstverwaltung die Überzeugung gewachsen, dass die gemeinschaftliche Bewirtschaftung des Waldes der beste Garant für dessen nachhaltigen Schutz ist.

Helvetas bildet Förster auf Ebene der Distrikte und Gemeinden weiter, die ihrerseits die Bauern und Bäuerinnen bei der Gründung einer Gruppe beraten, ihnen Sachwissen vermitteln und mit ihnen einen Bewirtschaftungsplan für ihren Wald erstellen. Waldprodukte wie Bambus, Pilze, Früchte, Nüsse und Medizinalpflanzen werden gesammelt und auf den nahen Märkten angeboten. Auch der Verkauf von Holz wird gefördert. Männer und Frauen sind gleichberechtigte Mitglieder der Gemeinschaften. In kluger Voraussicht werden in den lokalen Wäldern Brandschutzschneisen angelegt und regelmässige Kontrollgänge gegen illegale Holzfäller vorgenommen.

Ein sorgfältig ausgehandelter Nutzungsvertrag hält sämtliche Bestimmungen fest; Zuwiderhandlungen, sei es von aussen oder von innen, werden geahndet. Die Existenzgrundlage der Bauernfamilien hat sich nachweislich verbessert, und demokratisches Handeln ist zum Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden.
Bhutan
image description Unser Wald gibt uns viel. Aber wir müssen ihn schützen, damit er auch unseren Kindern Holz und Einkommen bringt. image description Tandin Dorji, Bauer aus Doteng
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.

Projektwirkung

644 Gemeinschaftswälder gibt es in Bhutan im Mai 2016, sie bedecken eine Fläche von über 60‘000 Hektaren. 27'000 Rund 27‘000 Haushalte sind in Bhutan 2016 Mitglied einer Waldgruppe, das sind rund ein Viertel aller Haushalte auf dem Land.