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Suche nach Arbeit und Auskommen ausserhalb von Sri Lanka

Um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen, suchen immer mehr Männer und Frauen aus Sri Lanka temporär Arbeit im Ausland. Mit dem Verdienst unterstützen sie ihre zurückbleibenden Familien. Doch die Arbeitsmigration birgt viele Risiken.
Der grösste Teil der Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Sri Lanka findet in den Golfstaaten oder in Südostasien Arbeit. Allerdings sind die Tätigkeiten oft gefährlich oder unhygienisch und Ausbeutung ist an der Tagesordnung, v.a. für Frauen, die als Hausangestellte arbeiten. Schutzgesetze fehlen in den meisten Gastländern weitgehend. Auch die sozialen Kosten der Arbeitsmigration sind beträchtlich: Die Situation für die zurückbleibenden Familienmitglieder ist oft schwierig; viele Kinder geniessen nicht die erforderliche Obhut und Erziehung bei Abwesenheit von Vater, Mutter oder beiden.

Helvetas setzt darum – im Auftrag der DEZA – bei den verschiedenen Phasen der Emigration an: vor dem Entscheid, bei der Ausreisevorbereitung und bei der Rückkehr. Angesichts der Arbeitslosigkeit lässt sich die Arbeitsmigration nicht verhindern; sie ist sogar eine erklärte Entwicklungsstrategie der Regierung. Doch sollen sich die Menschen nicht aus dem Bauch heraus für den Schritt entscheiden. Helvetas stärkt deshalb staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure. Sie informieren potentielle Auswandernde darüber, was sie erwartet und welche Risiken damit verbunden sind, ganz besonders für Frauen. Und in Zusammenarbeit mit heimischen Partnerorganisationen stösst sie öffentliche Debatten zu Migrationsthemen auf lokaler, nationaler und sogar regionaler Ebene an.

Haben Migrationswillige ihren Entscheid einmal gefällt, werden sie auf die neue Arbeits- und Lebenssituation vorbereitet. Sie erhalten etwa Informationen über das Gastland, über ihre Rechte sowie über Anlaufstellen, an die sie sich im Fall von Missbrauch wenden können. Profitieren können sie auch von spezifischen Weiterbildungen, die den Zugang zu besser bezahlten Arbeitsstellen ermöglichen sollen. Rückkehrende erhalten bei Bedarf psycho-soziale Betreuung oder juristische Begleitung.

Auch den zurückgebliebenen Familien bietet Helvetas via ihren Partnern Unterstützung. Beispielsweise darin, wie sie das Geld, das ihre Angehörigen ihnen schicken, produktiv investieren können, etwa in ein kleines Geschäft. Dies wiederum erleichtert den Migranten nach einigen Arbeitsjahren die Rückkehr.
Ranjan Nellimale
image description Am besten erreichen wir die Migranten, wenn wir mit Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenarbeiten. Wir helfen ihnen, sich darauf vorzubereiten, was sie im Ausland erwartet und wie sie sich vor Ausbeutung schützen können. Ausserdem erfahren sie, wie wichtig es ist, auch ihre Familien in die Entscheidung miteinzubeziehen und darauf vorzubereiten. image description Ranjan Nellimale, lokaler Projektleiter, 30 Jahre
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.