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Wie Latrinen in Nepal zu Statussymbolen wurden

Die Bewohner von Ghanteshwor im Westen Nepals sind stolz auf ihr Dorf. Denn dort gibt es fast so viele „Häuschen“ wie Häuser. Für die Bewohner bedeutet das ein Leben in Gesundheit und Würde, für die Latrinenbauer ein sicheres Einkommen.
Im ländlichen Nepal sind die hygienischen Bedingungen prekär. Gerade mal 40 Prozent der Haushalte verfügen über eine Latrine und nur etwa die Hälfte hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jährlich sterben in Nepal rund 13’000 Kinder unter fünf Jahren an Magen-Darm-Erkrankungen infolge von verschmutztem Trinkwasser und mangelnder Hygiene. Damit es bald mehr Dörfer wie Ghanteshwor gibt, stärkt Helvetas die Gemeindebehörden, schult lokale Handwerker und sensibilisiert die Dorfbewohnerinnen und -bewohner für den sicheren Umgang mit Trinkwasser und besserer Hygiene.

Die konkrete Projektarbeit sieht so aus: In einem ersten Schritt wird gemeinsam mit den lokalen Behörden und der Dorfbevölkerung ein Wassernutzungsplan für die ganze Gemeinde erarbeitet. Wie in jedem Wasserprojekt von Helvetas werden Trinkwasser- und sanitäre Grundversorgung gemeinsam angegangen. Das Projekt unterstützt und berät die Dörfer bei der Detailplanung und Umsetzung. Ein Nutzerkomitee organisiert die Mitarbeit der Dorfbewohnerinnen und -bewohner und ist später für Betrieb und Unterhalt der Wasserversorgung verantwortlich. Begabte Handwerker werden von der Gemeinschaft ausgewählt und im Latrinenbau ausgebildet. Dabei wird darauf geachtet, dass Menschen aus sozial benachteiligten Gruppen berücksichtigt werden und dass die Handwerker gut im Dorf integriert sind.

Dörfer, in denen bereits mindestens 50 Prozent der Haushalte eine Latrine haben, können sich um weitere Kleinprojekte wie landwirtschaftliche Bewässerung, Trinkwasserversorgung oder Quellschutz bewerben. Damit soll die Bevölkerung stärker für den Latrinenbau motiviert werden. Offenbar mit Erfolg: In Ghanteshwor und anderen Dörfern gelten Latrinen bereits als Statussymbol.
Meena Bishwokarma
image description Ich wollte schon lange eine Latrine. Es ist nicht gut, sein Geschäft im Dschungel zu erledigen. Es ist gefährlich wegen den Schlangen. Und als Frau hab ich Angst, wenn ich draussen halb nackt bin. image description Meena Bishwokarma aus Ganteshwor,
28-jährige Mutter von drei Kindern
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.

Projektwirkung

10'266 Menschen erhielten 2016 neu Zugang zu sauberem Trinkwasser. 3'849 Menschen erhielten 2016 neu Zugang zu sanitären Anlagen wie einfachen Latrinen.