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Vom Selbstversorger zum Kleinunternehmer in Honduras

Bildung hilft, aus der Armut herauszufinden. Zusammen mit den zuständigen Behörden verbessert Helvetas die Sekundarschulbildung in Honduras und setzt sich dafür ein, dass mehr Jugendliche praxisnah ausgebildet werden und lernen, unternehmerisch zu denken.
In den ländlichen Gebieten von Honduras brechen viele Kinder die Schule auf Druck ihrer Eltern ab, weil das Gelernte zu wenig auf die Bedürfnisse der Landbevölkerung ausgerichtet ist. Rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen auf dem Land haben keine oder zu wenig Arbeit. Deshalb erachten es viele Bauernfamilien als lohnender, die Mädchen bei der Haus- und Feldarbeit einzusetzen und die Jungen als Hilfskräfte in die Städte oder als illegale Emigranten in andere Länder zu schicken.

Um diese Probleme anzugehen, hat die Regierung bereits vor zehn Jahren die Lehrpläne von Sekundarschulen in ländlichen Gebieten angepasst. Die Jugendlichen werden in Ackerbau, Vieh- und Forstwirtschaft unterrichtet. Dies hat zwar bereits zu einer Produktionssteigerung beigetragen, aber Aspekte wie Verkauf und Vermarktung kommen noch zu kurz. Darum fördert Helvetas innerhalb der Schulbildung ländliches Unternehmertum. Jugendliche, die Landwirtschaft bisher nur als Selbstversorgung kennengelernt haben, sollen dazu motiviert werden, unternehmerisch tätig zu werden. Zum Beispiel mit der Produktion von Gemüse oder Kürbiskernen oder mit dem Aufbau einer kleinen Geflügelzucht.

Das Projekt ermöglicht den Jugendlichen zu lernen, Einkommensquellen zu identifizieren sowie Herstellung und Vermarktung besser miteinander zu verknüpfen. Sie lernen und erproben im Unterricht, wie man Businesspläne erarbeitet, kleine Betriebe führt und wie man mit Finanzinstituten zusammenarbeitet. Ihr Wissen geben die Sekundarschülerinnen und -schüler mit Unterstützung ihrer Lehrer auf spielerische Weise an die Kinder der Primarschulstufe weiter. So erfahren bereits die Jüngeren, dass Landwirtschaft nicht nur der Selbstversorgung dient, sondern dass sie auch zu Einkommen für die Familien und damit zu einem besseren Leben führen kann.
Rony Alexander Gòmez
image description In der Schule untersuchen wir, wie die Bauern aus unserem Dorf ihre Ernte besser vermarkten können. image description Rony Alexander Gòmez, 17, Berufschüler
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Zum Beispiel damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder damit sparsame Bewässerungsmethoden höhere Erträge in der Landwirtschaft ermöglichen.

Projektwirkung

613 Schülerinnen und Schüler haben 2015 in Kursen gelernt, wie sie ihre Produkte besser vermarkten können.