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Äthiopien

Seit 2002 ist Helvetas wieder im ostafrikanischen Land aktiv. Im Zentrum der Arbeit steht die Landwirtschaft. Helvetas hilft den Bauern, trotz Wassermangel ein Auskommen zu erzielen. Daneben gehören auch der Bau von Hängebrücken sowie die Stärkung der lokalen Behörden zum Programm. Derzeit leistet Helvetas im Norden des Landes Nothilfe für die Dürre-Opfer und verteilt Wasser, Saatgut sowie Viehfutter.

Ernährungssicherheit trotz Wassermangel

Bereits von 1976 bis 1983 unterstützte Helvetas die äthiopische Bevölkerung – musste das Land wegen des Bürgerkriegs jedoch verlassen. Erst ab 2002, nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte, war Entwicklungszusammenarbeit wieder möglich.

Heute konzentriert sich Helvetas auf die Arbeit in ländlichen Gebieten. Sie unterstützt Kleinbauern im Norden des Landes, die in Dürreperioden mit Wassermangel und Hunger zu kämpfen haben. Einerseits mit dem Bau von Zisternen, die das rare Regenwasser speichern. Andererseits mit der Bepflanzung von erodierten Hanglagen mit dürreresistenten Gewächsen. Diese dienen als Erosionsschutz und als Nahrung. Helvetas hat den Bauern geholfen, den Feigenkaktus vielfältiger zu nutzen: die Blätter ergänzen die Ernährung und die Frischfrüchte können in der Hauptstadt verkauft werden.

Im Bereich der Infrastruktur baut Helvetas Hängebrücken für Fussgänger und trägt dazu bei, dass abgelegene Siedlungen an die Verkehrswege angeschlossen werden. Die Menschen haben damit besseren Zugang zu Schulen, Märkten oder Spitälern. Die äthiopischen Techniker wurden dabei nicht etwa von europäischen, sondern von nepalesischen Fachleuten geschult. Diese verfügen dank einem von Helvetas unterstützten Projekt über reiche Erfahrung im Bau von Hängebrücken.

Auch die lokalen Behörden werden gestärkt, damit sie ihre Aufgaben als Legislative besser wahrnehmen können. Mit dem Know-how von Helvetas können die lokalen Behörden Entwicklungsvorhaben wie Trinkwasseranlagen, Bewässerungssysteme oder Brücken selber planen, bauen und verwalten.

 

Äthiopien: Ein Land im Banne der Trockenheit

Äthiopien ist immer wieder mit Dürren und Hungersnöten konfrontiert, der Klimawandel verschärft die Situation. Derzeit ist die Situation besonders bedrohlich; insbesondere im Norden des Landes herrscht Wassermangel und die Lebensmittel werden knapp. Demgegenüber hat das Land auch einige Erfolge aufzuweisen: die Regierung hat viel in die Bildung investiert, die Wirtschaft wächst, und seit Ende des Bürgerkriegs haben mehrmals Wahlen stattgefunden.
Äthiopien will seinen Ruf als „Hungerland“ loswerden und sucht einen eigenständigen Weg zur Entwicklung. So wird zum Beispiel viel Geld in die Bildung investiert. Die Wirtschaft wartet mit eindrücklichen Wachstumszahlen auf, und die Früchte des Wirtschaftswachstums kommen nicht nur einigen wenigen zugute. Trotzdem: bei den Bauernfamilien in ländlichen Gebieten kommt vom Fortschritt kaum etwas an. In den Armuts- und Entwicklungsstatistiken der UNO belegt das gebirgige Land am Horn von Afrika denn auch weiterhin einen der hintersten Plätze.

Die Landbevölkerung verfügt kaum über Berufsbildung und Fachwissen, und es fehlt den Menschen an der nötigsten Infrastruktur. Die Menschen leben oft mehrere Tagesmärsche abseits der Strassen. In einem Land wie Äthiopien, wo über drei Viertel der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt, ist das ein wichtiges Entwicklungshindernis. Hinzu kommen unregelmässige Niederschläge und Dürren, die sich im Zuge des Klimawandels akzentuieren. Wiederkehrende Hungersnöte sind die Folge.

Nach dem aufreibenden Bürgerkrieg (1974-1991) gab sich Äthiopien 1995 eine Verfassung. Dreimal wurden seither nationale Wahlen durchgeführt, die anders als in vielen Staaten der Region einigermassen korrekt verliefen, auch wenn sie teilweise von Unruhen begleitet waren.

Beispielprojekte in Äthiopien

Brückenschlag zwischen Äthiopien und Nepal

Nepalesische Experten für Hängebrücken bilden in Äthiopien Fachleute aus. Zwei Bergländer arbeiten zusammen, um in abgelegenen Regionen den Zugang zu Schulen, Märkten und Spitälern zu erleichten. Damit liefern sie ein Beispiel für ...
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  • Armutsquote

    37 % der Bevölkerung lebt von weniger als $1.25/Tag
  • UN-Entwicklungs-Index

    174. Rang von 188
*Quelle: UNDP Human Development Report 2015
  • Themenfelder

    • Ernährungssicherheit
    • Schutz der natürlichen Ressourcen
    • Hängebrücken
    • Stärkung lokaler Parlamente
    • Trinkwasser, Abwasser und Hygiene
    • Berufsbildung