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Benin

Helvetas ist seit 1995 in Benin tätig. Im Vordergrund stehen Projekte im Bereich der Schulbildung und der beruflichen Bildung, aber auch im Bereich von Trinkwasser und Sanitärversorgung. Darüber hinaus unterstützt Helvetas junge Menschen im Nordwesten des Landes dabei, ein selbständiges Auskommen zu erwirtschaften. Motivierte junge Leute erhalten im Rahmen dieses Programms Hilfe dabei, ein eigenes kleines Geschäft im Bereich der biologischen Landwirtschaft aufzubauen.

Arbeit und bessere Migrationsbedingungen schaffen

Mit kurzen technischen Ausbildungsgängen fördert Helvetas die Berufsbildung von Jugendlichen auf dem Land, die bisher keine Schule besucht oder keinen Schulabschluss gemacht haben. Die Ausbildung ermöglicht es den Abgängerinnen und Abgängern, einen den ländlichen Gegebenheiten entsprechenden Beruf auszuüben. Ziel von Helvetas ist es, dieses neue Berufs- und Weiterbildungsangebot in ein staatlich anerkanntes System zu überführen.

Für Bau und Unterhalt von Trinkwasserversorgungen unterstützt Helvetas lokale Organisationen und Gemeinschaften. Besonders wichtig ist die ausreichende Wasserversorgung in Gesundheitszentren und an Schulen. Von Hand oder mit Solarenergie betriebene Leitungssysteme versorgen diese mit sauberem, fliessendem Trinkwasser. Ergänzend sensibilisiert Helvetas die Bevölkerung in Sachen Hygiene.

Auch im Kampf gegen die Armut steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund: Helvetas unterstützt Baumwoll-Bauern darin, Qualität und Vermarktung ihrer Produkte zu verbessern und wo möglich auf Bioproduktion umzusteigen. Sie stellt auch Kontakte zu Abnehmern im fairen Handel her. So verbessert sich das Einkommen der Menschen.

Die gesamten Aktivitäten von Helvetas in Benin sind vor dem Hintergrund der steigenden Migration in der Sahelregion in Richtung Atlantikküste oder ins benachbarte Nigeria zu sehen. Um diesen Migrationsflüssen besser begegnen zu können, adaptiert Helvetas die Aktivitäten an die Bedürfnisse der Migratinnen und Migraten bei Ausreise  (Bildung) und Rückkehr (Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten.

Wenig Entwicklung trotz politischer Stabilität

„Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Arbeit“ lautet das Motto der Republik Benin. Trotz Demokratisierung und weitgehender Stabilität trifft das Motto längst nicht auf alle Teile der Gesellschaft zu. Rund ein Drittel der Bevölkerung lebt in Armut. Die Säuglingssterblichkeit ist hoch, Analphabetismus weit verbreitet.

Im UNO-Entwicklungsindex steht Benin weit hinten, auf Rang 167 von 187. Rund ein Drittel aller Einwohner lebt in extremer Armut. Fast 90 Prozent aller Familien hängen direkt oder indirekt von der Landwirtschaft ab. Doch ihre Existenzgrundlage ist gefährdet. Im Süden wird immer mehr fruchtbarer Boden an Grossgrundbesitzer oder Agrokonzerne verkauft. Boden, der fast ausschliesslich von kleinen Bauernfamilien genutzt wurde. Doch weil sie keine Eigentumstitel haben, stehen sie dem Ausverkauf machtlos gegenüber.

60 Prozent aller Erwachsenen können weder lesen noch schreiben. So hatte nur gerade jede vierte erwachsene Frau die Möglichkeit, die Volksschule zu besuchen. Die Geburtenrate und die Säuglingssterblichkeit gehören zu den höchsten der Welt. Auf 100'000 Einwohner kommen nur gerade vier Ärzte. In der Schweiz sind es 200!

In anderen Bereichen zeigt sich Benin fortschrittlich: 2003 hat es als erster afrikanischer Staat die Beschneidung junger Mädchen offiziell verboten. Zudem ist das Land eine der stabilsten Demokratien in Afrika. Auch wenn die Stabilität fragil ist angesichts der Spannungen in den umliegenden Ländern, vor allem in Nigeria.

Beispielprojekte in Benin

Existenzsicherung in Benin dank Bio-Baumwolle

Der konventionelle Baumwollanbau treibt viele Bauern in die Schuldenfalle. Sie können die Kredite für Dünge- und Spritzmittel nicht zurückzahlen. Die Umstellung auf Bio und faire Vermarktung sichert ihre Existenz und schont die Umwelt.
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Ananas-Bäuerinnen in Benin trotzen dem Weltmarkt

In Benin, so sagt man, wachsen die süssesten Ananas Afrikas. Aber die Kleinproduzenten sind harten Weltmarktbedingungen ausgeliefert. Einen Ausweg bieten das Bio- und Fair-Trade-Programm von Helvetas und eine lokale Verarbeitung der ...
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  • Armutsquote

    52 % der Bevölkerung lebt von weniger als $1.25/Tag
  • UN-Entwicklungs-Index

    166. Rang von 188
*Quelle: UNDP Human Development Report 2015
HELVETAS Benin
  • Themenfelder

    • Bildung
    • Wasser & Abwasser
    • Bio-Landbau & Fairer Handel